
Das Interesse am Wohl
der Familien und damit die Familienpolitik sind
erfreulicherweise in den Fokus der öffentlichen und
politischen Aufmerksamkeit gerückt.
Familien bilden die
Basis für die Entwicklung von Kindern. Das Familienleben
prägt Werte, Normen, Einstellungen, Handlungsmuster,
soziale und kulturelle Kompetenzen sowie religiöse
Wertvorstellungen.
Eltern
legen einerseits das Fundament für enge und
vertrauensvolle Bindungen.
Andererseits unterstützen sie die Kinder dabei, die Welt
außerhalb der Familie zu entdecken und so in die
Gesellschaft hinein zu wachsen.
Mit
den gelebten Realitäten von Familie hat sich auch das
Verständnis von Familie in den letzten Jahrzehnten
gewandelt. Bis in die 70er Jahre war die traditionelle „Hausfrauenehe“
mit einer klaren Trennung der Geschlechterrollen in den
westlichen Bundesländern Normalität und als Idealbild
von Familie weitgehend anerkannt.
Die
Anforderungen und Erwartungen an das familiäre
Zusammenleben haben sich inzwischen gewandelt. Von der
Öffnung des Berufs- und Erwerbssystems in den 60er und
70er Jahre haben insbesondere junge Frauen und Mädchen
profitiert.
Die Großfamilie, wie es
sie früher gab, existiert nur noch selten. Der Wandel
des Familienlebens führt dazu, dass die Generationen
heutzutage kaum noch etwas voneinander wissen. Deshalb
ist es so wichtig, die Begegnung und den Kontakt
zwischen Alt und Jung zu fördern. Nur so können Menschen
unterschiedlichen Alters voneinander lernen und sich
gegenseitig unterstützen. Das Aufarbeiten der
Familiengeschichte, wie der BdF es proklamiert, ist
dabei ein guter Weg, Familienbande neu zu knüpfen bzw.
zu festigen.
Für das große
Engagement zur Stärkung der Familien in unserer
Gesellschaft danke ich dem Bund der Familienverbände
ganz herzlich und wünsche ihm für seine Aktivitäten
weiterhin viel Erfolg.
Hannover, im Mai 2007

Christian Wulff
Niedersächsischer Ministerpräsident
|