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Familienpflege
Das Wort Familienpflege ist
ein im Allgemeinen selten benutzter Begriff, nicht so jedoch
beim Bund der Familienverbände, dessen Arbeit auf bereits
bestehenden Strukturen seiner Mitglieder fußt. Regelmäßige
Familien-, Sippen- oder Namensträgertreffen der
Mitgliedsvereinigungen bzw. der Aufbau und Unterhaltung von
Familienarchiven sind die sichtbaren Zeichen von Familienpflege.
Den Anlass hierzu bietet häufig
die Frage nach dem Erkennen der eigenen Identität und der
Herkunft. Die im Menschen liegende Sehnsucht nach dem Ursprung
und die dadurch ausgelöste zielstrebige Suche läst alsdann einen
Uhrahn ins Blickfeld rücken, der als erkennbarer Stifter eines
Geschlechtes, einer Firma oder einer Sippschaft in Erscheinung
tritt. Von ihm führen dann alle Fäden zu einer Familie oder
Sippe. Ist das Interesse erst geweckt, lässt das Suchen nicht
mehr nach. Intensive Forschung und Verknüpfung mit der
allgemeinen und speziellen (Regional-) Geschichte sind die
Folge. Aus einem ersten Aktendeckel wird ein Ordner und nach
emsiger Suche bei Verwandten, in Kirchenbüchern und alten
Urkunden oder ausgiebigen Literaturstudien entsteht ein Archiv
mit etlichen Unterlagen. Ein derartiges Archiv bildet häufig den
Grundstock für die Bildung eines neuen Verbandes. Der forschende
Genealoge (Familienforscher) oder ein aktives Glied lädt zu
einer Versammlung, vielleicht dem ersten Familientag ein, woraus
dann zwanglos ein neuer Verband entsteht. Gemeinsame Herkunft,
verwandtschaftliche Bindungen oder eine Stiftung stellen ein
festes, oft über viele Generationen haltendes Band dar. Dieses
Band muss aber gepflegt werden. Forschungen, Familientage und
Rundbriefe sind dazu genauso unerlässlich wie der alles
zusammenhaltende Akteur, der neben Beruf und eigener Kernfamilie
ehrenamtlich die ganze Familie sammelt. Bei dem Bemühen um die
Familie, der Gründung und Führung von Familienverbänden steht
der BdF seinen angeschlossenen Mitgliedern zur Seite.
Familienkunde
Die Familienkunde (auch
Familiengeschichtsforschung oder Genealogie), also die
Hilfswissenschaft der Historischen Wissenschaften, bezieht sich
auf die Erforschung und Dokumentation der auf Verwandtschaft
beruhende Verbindung zwischen Menschen. Die Genealogie ist heute
ein Massenphänomen geworden. Die im BdF zusammengeschlossenen
Vereinigungen beschäftigen sich alle mit Familienkunde, ihr
Bestreben ist es jedoch, ihre Forschungsaktivitäten in eine
feste Struktur einzubinden. Aus diesen Grunde wurden und werden
familienpflegerische Organisationen wie Familienverbände,
Familienarchive oder Familienstiftungen gegründet (siehe dazu
Familienpflege). Leider ist der Bund der Familienverbände nicht
in der Lage, bei genealogischen Forschungen im engeren Sinne
aktiv zur Verfügung zu stehen. Wir helfen aber gerne bei der
Kontaktaufnahme mit anderen (regionalen bzw. überregionalen)
familienkundlichen Vereinigungen.
Familienpolitik
Die
Familie ist die kleinste gesellschaftliche Einheit des Staates
und wichtige Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft. Aus
diesem Grunde steht die Familie unter dem ausdrücklichen
besonderen Schutz des Grundgesetzes (Art. 6 Abs. 1 GG). Dennoch
ist auch die Familie unzähligen Einflüssen und vielfältigen
Bedrohungen ausgesetzt. All diesen abträglichen Wirkungen will
der Bund der Familienverbände e.V. (BdF) durch seine Arbeit
begegnen, in dem er sich neben Familienkunde auf dem Gebiet der
Familienpflege engagiert und auch zu familien- und
gesellschaftspolitischen Themen Stellung bezieht. Uns geht es
darum, die Familie als historisch und gesellschaftlich prägender
Institution in ihrem Bestand zu sichern, sie ideell und
materiell zu stärken, sie in ihrer Existenz zu achten. Dazu ist
es aus unserer Sicht notwendig, den Familiensinn zu wecken und
Familienkunde zu fördern und sich für die Entwicklung gesunder,
aufgeschlossener und Geborgenheit bietender Familien
einzusetzen.
Haben Sie
Fragen oder Anregungen? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
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